Atelier Bauhaus-Universtität Weimar

By 1. Januar 2006Januar 13th, 2021Ausgewählte Arbeiten

Atelier Bauhaus-Universtität Weimar

Das sogenannte „Glashaus“ auf dem Gelände der heutigen Bauhaus-Universität Weimar wurde im Jahr 1886 als Atelier für den Tiermaler Professor Brendel erbaut, der zu dieser Zeit Direktor der Weimarer Kunsthochschule war. Schon zur damaligen Zeit galt des Gebäude aufgrund der von Eisenfachwerk getragenen Glaskuppel als eine kleine Sensation in Weimar. Es gehört zu den ältesten Zeugnissen der großherzoglichen Kunstschule, die im Jahr 1860 gegründet wurde und ist als technisch-geschichtliches Kulturdenkmal in das Denkmalbuch vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege aufgenommen worden.

Das Gebäude erhielt eine besondere Bedeutung zur Zeit des Weimarer Bauhauses von 1919 bis 1925, als es zur Bauhaus-Mensa von Walter Gropius umgebaut und mit einem Küchenanbau versehen wurde. Zu dieser Zeit spielte es eine zentrale Rolle im Leben der „Bauhäusler“ in Weimar.

Durch die Erweiterungsbauten der Bauhaus-Universität Weimar und der damit verbundenen Neugestaltung der Freiflächen hinter dem von Henry van de Velde errichteten Hauptgebäude befindet sich das Atelier nun an zentraler Stelle. Es steht erstmals seit 1914 vierseitig frei und bildet den neuen Mittelpunkt des Hochschulcampus der Bauhaus-Universität Weimar. Heute beinhaltet das Atelier ein Café und stellt einen wichtigen Mittelpunkt des studentischen Lebens in Weimar dar.

Maßnahme: Wiederherstellung und Sanierung des Bauhaus-Ateliers

Typologie: Gastronomie

Bauherr: Freistaat Thüringen, vertreten durch Staatsbauamt Erfurt

Standort: Bauhaus-Universität Weimar, Campus

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